Wanderungsbericht

Wanderung von Ronsdorf nach Schwelm!

Nach der Wanderung in der vergangenen Woche dachte ich, alle Wanderungen würden einfach sein. Jetzt kommt auch der Sommer, wovor sollten wir Angst haben? Nun, während der heutigen Wanderung stellte sich heraus, dass die Sache nicht so einfach war.

Bis gestern hieß es in der Wettervorhersage, es würde heute regnen, obwohl die Wahrscheinlichkeit ständig abnahm. Heute Morgen zeigte Google-Wetter jedoch mehr oder weniger 0% Regen, was eigentlich ziemlich krass ist, denn wenn sie sich zumindest ein wenig unsicher darüber sind, schreiben sie normalerweise nicht 0%. Als ich es gesehen habe, habe ich all das Regenzeug weggesteckt, das nicht ganz leicht und flexibel ist, einfach schrecklich zu tragen, falls es nicht regnet.

Während ich in der Düsseldorfer Innenstadt wartete, beobachtete ich die ersten Tropfen vom Himmel, und erkannte in dem Moment nicht ganz, dass dies nur der Anfang war.

Auch wenn niemand es bemerkt hat, waren wir bisher bereits zweimal in Ronsdorf, obwohl wir in beiden Fällen von der anderen Seite (Westseite) ausgestiegen sind. Denn auf der Westseite von Ronsdorf gibt es die Linie S9, die Remscheid umgibt, so dass wir mehr Flexibilität in Bezug auf die Stationen haben. Früher gab es zwischen Wuppertal und Radevormwald eine Bahnstrecke, die Wuppertalbahn, die östlich von Ronsdorf liegt, doch die Linie wurde in den 1970er-Jahren eingestellt. Diesem Gebiet folgte offenbar mehr oder weniger das gleiche Schicksal wie viele Teile des Ruhrgebiets. Wir haben die Eisenbahn heute gesehen, wie man auf dem Foto oben sehen kann.

Wir waren kurz davor, Ronsdorf zu verlassen und ein Feld zu betreten, als es begann … zu hageln. Nun, die Temperatur in der vergangenen Woche hätte vielleicht etwas extrem sein können, aber es musste auch nicht anfangen zu hageln. Vor allem in diesem weiten Feld wäre die Aussicht wunderbar gewesen, wenn nur das Wetter besser gewesen wäre.

Dann verwandelte sich das Feld in Wald, während sich der Hagel in Regen verwandelte. Meine Baumwolljacke wurde immer schwerer, während ich die Google-Wettervorhersage verfluchte. Es stellte sich heraus, dass ich der Einzige war, der sich auf Google-Wetter verlassen hatte, und Google-Wetter war das einzige, was heute so miserabel versagte.

Als ich vor ein paar Monaten diese Strecke machte, habe ich gemerkt, dass es an einer Stelle ein Problem gab. Es sah ziemlich steil aus. Auch wenn ich mir dieses Problems die ganze Zeit bewusst war, habe ich mich entschieden, nach meinem ursprünglichen Plan zu gehen, vor allem aus Neugier. Und wie sich herausstellte, war es nicht ganz ein Weg, den man hätte gehen können. Wir haben einen kleinen Umweg gemacht und uns trotzdem entschieden, diesen Weg zu gehen. Zum Glück hatte der Regen aufgehört, doch eine sonnige Spaßwanderung an einem Sonntagnachmittag verwandelte sich in einen schmerzhaften Marsch. Ich hoffe, die Erstis waren nicht übermäßig schockiert.

Unterwegs war ein Wildschweinpark. Sie müssen sich gefragt haben, was wir dort gemacht haben.

Aber die (schlimme) Geschichte ist noch nicht vorbei: Ich habe eine Pause an einer Autobahnraststätte geplant, die in der Regel etwas von der Umgebung getrennt ist, obwohl es in der Regel Zugänge gibt. Als wir uns der Tankstelle näherten, bemerkte ich einen langen Zaun entlang des Weges. Das Problem war, der Zaun endete nicht. Obwohl wir also vor der Raststätte standen, konnten wir sie nicht betreten. So nah, aber doch so weit. Zwischenzeitlich gab es einen, der den Zaun hochkletterte und zum Fast-Food-Restaurant ging, das man auf dem Foto sehen kann. Sie hatten keinen Schlüssel für das Tor. So mussten wir am Ende alle für die Pause draußen bleiben. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich etwas irgendwann in der Vergangenheit so schlecht organisiert habe. Zumindest regnete es in diesem Moment nicht.

Das Schlimmste kam tatsächlich gegen Ende der Pause: Es gab einen kleinen Weg in der Nähe von wo wir saßen, aber gerade so weit genug für mich, ihn zu sehen, von wo wir standen aus. Von dort aus konnte man tatsächlich die Raststätte erreichen. Am Ende blieben wir also ohne Grund draußen. Ich war gerade dabei anzufangen, Ronsdorf (oder Schwelm oder was auch immer) zu hassen. Wenn du also zufällig an dieser Raststätte bist: Ja, die Raststätte ist erreichbar. Such einfach nach dem kleinen Weg etwas weiter westlich der Raststätte.

Nach der Pause sah es so aus, als ob wir die ganze Zeit bergauf gehen müssten. Obwohl die Strecke heute kürzer war als letztes Mal, war diese insgesamt anstrengender, wohl deswegen weil die steilen Wege nach der Pause etwas recht unerwartet waren.

Ich muss sagen, dass diese eine der schlechtesten Wanderungen bisher war, obwohl meine Wahrnehmung sicherlich durch das schreckliche Wetter heute, nachdem wir so viele schöne Tage hatten, und vielleicht auch die Tatsache, dass das kleine Bier, das ich bei diesem leeren Bierfest bekam, mich 4 Euro 50 gekostet hat. Das einzige Gute war, dass ich nach der Wanderung wirklich gut schlafen konnte, wenig überraschenderweise.

Der Trail kann von diesem Link (im kml-Format) oder diesem Link (im gpx-Format) heruntergeladen werden.

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